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Hohlräume unter Terrassenfliesen vermeiden |
Wenn Fliesen von Balkonen oder Terrassen abplatzen oder reißen, so hat das fast immer damit zu tun, daß die Bodenkeramik nicht
hohlraumfrei verlegt wurde. Nach und nach füllten sich die Hohlräume mit Wasser, das Wasser gefror zu Eis - und schon war der
Schaden da! Buttering-Floating-Verfahren nennen die Fliesenleger die Technik, bei der nicht nur ein Mörtelbett "aufgekämmt"
wurde, sondern auch auf der Rückseite der Fliese eine Mörtelschicht "aufgezogen" wurde, um Hohlräume zu vermeiden.
Anwendungstechniker Reiner Gänswürger von der PCI zeigt uns hier auf, wie mit einem neuen Mörtel in einem Arbeitsgang
hohlraumfrei gefliest werden kann: |
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Nach jedem strengen Winter, besonders wenn der Wintereinbruch relativ früh mit Frost einsetzt, häufen sich im Frühling die
Klagen über Frostschäden auf freibewitterten Balkonen und Terrassen. Der Keramik- oder Natursteinbelag liegt an vielen Stellen hohl
und kann relativ leicht entfernt werden.
Häufig treten z.B. in Einkaufszentren am keramischen Plattenbelag Schäden auf, bei denen die Fliesen oder Platten im Flankenbereich
gerissen sind. Dieses Schadensbild kann auch in Ausstellungsräumen und Lagerhallen festgestellt werden, in denen nicht nur häufiger
Laufverkehr durch Publikum, sondern auch rollender Verkehr durch Einkaufswagen oder Flurfördergeräte vorkommt. |
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| "Die Ursachen" |
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Beide Schadensfälle haben auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun, da es sich zum einen um Schäden
im Außenbereich, verursacht durch thermische Einflüsse, zum anderen um Schäden im Innenbereich, hervorgerufen durch
mechanische Einflüsse, handelt. Die Ursachen für diese Schäden sind die gleichen: Hohlräume unter dem keramischen Belag!
Für den Fliesenleger an der Baustelle ist die Notwendigkeit des Buttering-Floating-Verfahrens einsichtig. Verteilt er einen hydraulisch
abbindenden Dünn- oder Mittelbettmörtel nur mit der Zahnkelle auf dem Untergrund, kann er nie gewährleisten, daß beim
Einlegen der Fliesen oder Platten die Mörtelstege vollständig eingedrückt werden, damit keine Hohlräume entstehen.
Entstehen also in unmittelbarer Nähe einer Fliesenkante Hohlräume, ist die Bruchgefahr der Fliese oder Platte bei mechanischer
Belastung vorprogrammiert. Im Außenbereich kann nie vollständig ausgeschlossen werden, daß Oberflächenwasser unter den
Keramik- oder Natursteinbelag gelangt. Wird der Belag aus Fliesen oder Platten auf einem gut hergestellten und verdichteten
Gefälle-Estrich verlegt, ist die Drainagewirkung durch die dichte Lastverteilungsschicht stark eingeschränkt. Das eingedrungene
Wasser bleibt in den Hohlräumen unter der Keramik und es entstehen Frostschäden. |
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| Wie können diese Schäden ohne Erhöhung der Lohnkosten vermieden
werden? |
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| Mit handelsüblichen Dünn- bzw. Mittelbettmörteln, unabhängig davon, ob sie mit Dispersionspulver
werkseitig vergütet sind oder nachträglich durch eine flexibilisierende Dispersion vergütet werden, kann man eine hohlraumfreie
Verlegung nur durch das Buttering-Floating-Verfahren gewährleisten. |
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| Einlegen einer Glasplatte |
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Verfließen der Mörtelstege bei schiebender Bewegung zu einem hohlraumfreien
Kleberbett |
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Mit dem Fließbettmörtel PCI-Polyflott wurde deswegen eine neue Mörtelgattung geschaffen, die das
Buttering-Floating-Verfahren auf Bodenflächen ersetzt, da die auf dem Untergrund aufgekämmten Stege unter den Fliesen oder Platten
nach dem Einlegen zerfließen.
Das besondere an diesem Fließbettmörtel ist, daß nach Anmischen mit Wasser ein plastisch gießfähiger Fliesenkleber
entsteht, der ausgegossen nur mit der Zahnkelle aufgekämmt wird. Beim Einlegen der Fliesen oder Platten bleiben die Mörtelstege
zunächst stehen. Erst wenn durch schiebende Bewegung Druck ausgeübt wird, verfließen die Mörtelstege zu einem
hohlraumfreien Kleberbett. Eine Voraussetzung für hohlraumfreies Verlegen ist jedoch, daß genügend Kleber aufgekämmt
wird, um die vorhandenen Unebenheiten des Untergrundes bzw. der Fliesen oder Platten ausgleichen zu können. Das bedeutet in der Praxis:
wenn der Estrich und die zu verlegende Keramik nicht planeben oder die Keramik rückseitig stark profiliert ist, muß mit der
Zahnkelle mehr Mörtel aufgebracht werden. Bei ebenem Untergrund, z.B. auf einem leicht verlaufenden Ausgleichsestrich PCI-Periplan und
bei ebener Keramik kann schon mit einer 10er Zahnung eine hohlraumfreie Verlegung erreicht werden. Die spezielle Zusammensetzung des
Fließbettmörtels PCI-Polyflott stellt außerdem sicher, daß die Fliesen oder Platten nicht durch ihr Eigengewicht
einsinken und der verlegte Plattenbelag eben bleibt.
Für eine optimale Anwendung im Außenbereich ist der Fließbettmörtel kunststoffvergütet, um auch bei extremen
Temperaturschwankungen eine sichere Verbundhaftung zwischen Untergrund und Mörtel sowie zwischen Mörtel und Oberbelag aus Keramik
oder Naturstein sicherzustellen. Diese Kunststoffvergütung wirkt sich sowohl bei der Außenanwendung als auch beim Verlegen von
nicht saugender Keramik sowie bei Einsatz auf Heizestrichen positiv aus. |
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| Auch für Feinsteinzeug-Beläge geeignet |
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Besonders für Feinsteinzeug-Beläge ist diese spezielle Abmischung verschiedener Rohstoffe im
Fließbettmörtel PCI-Polyflott von Vorteil. Gerade im Industriebereich, in dem auf Grund der hervorragenden Materialeigenschaften
häufig Feinsteinzeug-Beläge zum Einsatz kommen, ist eine gute Verbundhaftung außerordentlich wichtig, da hier ständig
Scherbeanspruchungen durch Fußgängerverkehr oder durch Räder, z.B. von Gabelstaplern, auftreten.
Die gute Verbundhaftung erkennt der Handwerker daran, daß er viel Kraft aufwenden muß, um eine Feinsteinzeugplatte mit Hammer und
Meisel vom Untergrund abzuschlagen.
Diese gute Verbundhaftung und ein gutes Bruchbild wird bei dem Fließbettmörtel PCI-Polyflott sichtbar, da auf der Rückseite
der abgeschlagenen Feinsteinzeugplatte Mörtelreste von Fließbettmörtel vorhanden sind, ohne daß eine zusätzliche
Flüssigdispersions-Komponente zugegeben werden muß.
Bei der Entwicklung von PCI-Polyflott wurde auch auf eine hohe Druckfestigkeit des Mörtels geachtet, damit dieser durch die
ständigen mechanischen Belastungen im Industriebereich auf die Dauer nicht "zermahlen" werden kann. Durch die Verlegung ist somit eine
langfristige Sicherheit für die Funktionstüchtigkeit und optische "Unversehrtheit" des Belages gegeben. |
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| Fazit |
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Hohlraumfreies Verlegen ist bei Naßbelastung oder hoher mechanischer Beanspruchung (z.B. in Einkaufszentren)
unumgänglich. Die PCI-Problemlösung auf Böden im Innen- und Außenbereich:
- Der Fließbettmörtel PCI-Polyflott erlaubt hohlraumfreies Verlegen ohne höhere Lohnkosten bei gleichzeitig rationeller
Arbeitsweise.
- PCI-Polyflott erreicht eine hohe Haft- und Druckfestigkeit und ist für Feinsteinzeug in befahrenen Bereichen hervorragend
geeignet.
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PCI-Polyflott gibt es in zwei Varianten:
- PCI-Polyflott N (normal abbindend, d.h. nach ca. 12 Stunden begehbar und verfugbar).
- PCI-Polyflott-Schnell (schnell abbindend, d.h. nach ca. 3 Stunden begehbar und verfugbar).
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