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Weitere Beiträge finden Sie in folgender Rubrik: Unser großer Sonderteil für Selbermacher

Balkon- und Terrassenbeläge schadhaft - was tun?


Auf Balkonen und Terrassen werden hauptsächlich Fliesen oder Natursteinplatten verklebt. Handwerkliche Fehler nicht zuletzt durch Selbermacher führen dazu, daß diese Beläge schadhaft werden, zumal sie großen Temperaturschwankungen, Nässe, Schnee und Eis ausgesetzt sind. Die anwendungstechnische Beratung der PCI gibt hier eine Hilfestellung, die speziell für den Fliesenleger konzipiert ist, der solche schadhaften Balkone oder Terrassen sanieren muß. Anwendungstechniker Markus Balleisen teilt uns dazu mit:
Alkalisilikat-Ausblühungen in den Fugen Technisch wichtige Details wurden in der Vergangenheit leider oftmals nicht oder nur unsachgemäß ausgeführt: Abdichtungsschichten z.B. wurden nicht, oder nur in Form von Schweißbahnen oder Folienabdichtungen nach DIN 18195, Teil 5, unter Estrichschichten verlegt. Der Estrich selbst wurde nicht abgedichtet. Als Folge entstanden Schäden in Form von Hohllagen, Rissen und Abplatzungen in der Keramik. Auch Alkalisilikat-Ausblühungen, d.h. Ausscheidungen durch die Fugen in Form von schmutzigen, weißlichen Flecken, auf keramischen Belägen (siehe Foto) waren eine Folge mangelhafter Wasserableitung.

Um Schäden dieser Art zu reparieren, bleibt oftmals nur das Abtragen der Keramik und der darunterliegenden Mörtel- bzw. Estrichschicht. - Und dies wiederum bedeutet Schmutz, Lärm und einen hohen Aufwand an Zeit und Kosten.

Bei keramischen Belägen, an denen nur Silikat-Ausblühungen sichtbar sind, ist der Schädigungsgrad erst im begrenzten Umfang fortgeschritten. Sie weisen in aller Regel noch einen fest haftenden und tragfähigen Untergrund auf und lassen sich deshalb auf wesentlich einfachere Art sanieren.
Schadensanalyse
Schadhafter Balkonbelag Oben genannte Schäden entstehen in erster Linie durch das Eindringen von Feuchtigkeit durch die Fugen unter den Belag in den Verlegemörtel und die Estrichschicht. - Ein Schadensfall, dem vorgebeugt werden kann!

Abdichtungen nach DIN 18195, Teil 5, mit Bitumenwerkstoffen oder Kunststoffdichtungsbahnen erfüllen ihren Zweck jedoch nur bedingt, da sie selbst wiederum, um Keramik darauf verlegen zu können, mit einer Lastverteilungsschicht (Estrich) abgedeckt werden müssen, die durchfeuchtet werden kann.
Die PCI-Problemlösung
Eine Lösung mit einem hohen Maß an langfristiger Funktionssicherheit bietet die Anwendung der verformungsfähigen Abdichtungsschicht PCI-Seccoral, einer diffusionsfähigen Kunststoff-Zement-Kombination mit hartgummiähnlichem Verformungsverhalten, die direkt unter dem Verlegemörtel eingebracht wird.

PCI-Seccoral gewährleistet den Schutz von keramischen Belägen im Außenbereich vor Bodenfeuchtigkeit, d.h. Feuchtigkeit, die aus dem Erdreich aufsteigen kann, und vor nichtdrückendem Oberflächen- und Sickerwasser.

Darüber hinaus ist PCI-Seccoral verformungsfähig, rißüberbrückend sowie frost- und alterungsbeständig.

PCI-Seccoral kann nicht nur auf Zementuntergründe, sondern bei Verwendung der speziellen Grundierung PCI-Flächengrund 303 auch auf bestehende Keramikbeläge aufgebracht werden.
Untergrund - Voraussetzungen und Vorbehandlung
Der Untergrund muß den allgemeinen Anforderungen der DIN 18157 entsprechen, d.h. er muß ausreichend eben und tragfähig sein. Eventuelle Risse sind mittels Trennschleifer (Flex) auf eine Breite von 5 mm zu erweitern und mit Injektionsharz PCI-Apogel F zu vergießen. Der Verguß ist mit Quarzsand abzustreuen, um einen guten Verbund zum nachfolgenden Material zu gewährleisten.

Terrassenbeläge über beheizten Räumen müssen die Anforderungen des Merkblattes "Bodenbeläge aus Fliesen und Platten außerhalb von Gebäuden" vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) erfüllen.

Alkalisilikat-Ausblühungen werden im Anschluß an die anderen Vorbereitungsmaßnahmen beim Reinigen des Plattenbelages mit entfernt. Hierzu sind folgende Vorbereitungen durchzuführen:

  • Farbanstriche an der Stirnseite der Kragplatte mittels Flex abschleifen und Staub absaugen.
  • Vorstehende Fliesen kürzen und Kante brechen.
  • Fehlstellen an Stirnkante mit PCI-Repafix 50 auffüllen.
  • Belag durch Abschrubben mit haushaltsüblichen Putzmitteln reinigen.
Zeit- und Kostenaufwand
Die nachfolgend beschriebene Instandsetzungsmaßnahme (Fläche ca. 10 m²) wurde in 18 Arbeitsstunden, inkl. 5 Stunden Zusatzarbeiten (An- und Abfahrt, Geländermontage, Baustelle ein- und abräumen) ausgeführt.
Der Sanierungsvorschlag
Aufbringen der Abdichtungsschicht:
1.  Grundieren des bestehenden Plattenbelages mit Spezialgrundierung PCI-Flächengrund 303. Trocknungszeit ca. 2 Stunden.
2.  Einlegen von PCI-Sicherheits-Dichtband im Wand-/Bodenanschluß in vorgezogenes PCI-Seccoral.
3.  Grundieren der Kragplattenstirnseite mit PCI-Seccoral verdünnt mit 10% Wasser.
4.  Auftragen und glätten von PCI-Seccoral auf die getrocknete Grundierung in einer Schichtdicke von ca. 2 mm.
5.  Werden keine Schenkelfliesen verlegt, ist der Einbau eines Winkelrandprofils (z.B. Fa. Schlüter), das als Tropfnase dient, ratsam.
6.  Aufspachteln und glätten einer verformungsfähigen, wasserundurchlässigen Schicht aus PCI-Seccoral in einer Schichtdicke von 2 mm.
Verlegen und Verfugen der Keramik:

Bereits am nächsten Tag kann mit dem Verlegen der Keramik begonnen werden.
7.  Aufkämmen des Fließbettmörtels PCI-Polyflott mit der Mittelbettkelle.

Alternativ hierzu können die Fliesen im kombinierten Buttering-Floating-Verfahren (DIN 18157) mit Dünnbettmörtel PCI-Flexmörtel verlegt werden.
8.  Verfugen des neuen Belages mit verformungsfähigen Sicherheits-Fugenmörtel PCI-Flexfuge.
9.  Ausbilden der elastischen Eckfuge mit dem selbsthaftenden Silikon-Fugendicht PCI-Silcoferm S.



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