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Alles nach Plan |
Bevor Sie ein Bodenausgleichs-Produkt kaufen, müssen Sie die Höhenunterschiede der zu bearbeitenden Fläche ermitteln. So gehen
Sie dabei vor: Fertigen Sie für die sanierungsbedürftige unebene Fläche einen Grundriß an (z.B. 3 m x 3 m = 9 Quadratmeter).
Anschließend stellen Sie mit Hilfe von Richtscheit und Wasserwaage bzw. mit einer Schlauchwaage fest, welche "Höhenunterschiede"
auszugleichen sind, indem Sie beispielsweise die Eckpunkte und den Mittelpunkt des Raumes messen. Die ermittelten Höhenunterschiede
fixieren Sie entsprechend der Meßpunkte auf Ihrer Skizze. Addieren Sie nun die einzelnen Werte und teilen Sie diese Summe durch die
Anzahl der Meßpunkte. In unserem Fall: 3,7 cm : 5 = 0,74 cm Es müssen also im Mittel 0,74 cm ausgeglichen werden. Auf den
Verpackungen sind je nach Auftragsstärken Verbrauchswerte angegeben. Dieser Wert muß nur noch mit der Anzahl der Quadratmeter
multipliziert werden und schon wissen Sie, wieviel Material benötigt wird. |
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Randfugen |
| Wichtig ist außerdem, dass grundsätzlich Randfugen (Bewegungs- und Dehnungsfugen) angelegt werden
müssen. Dazu werden im Baumarkt fertige Randstreifen angeboten. Diese Randstreifen müssen mind. 5 mm stark sein und an allen
angrenzenden Flächen (Wände, Stützen etc.) angebracht werden. Bei unserem Beispiel würde das bedeuten, daß 12 m
Randstreifen erforderlich sind. Falls im Untergrund bereits Bewegungs- oder Dehnungsfugen vorhanden sind, müssen diese übernommen
werden. In der Praxis haben sich für den Fall zwei Verfahrensvarianten bewährt: Entweder werden in diesen Bereichen mit Randstreifen
Felder gebildet. Oder die Lage der Fuge wird am Rand markiert, mit Ausgleichsmasse überarbeitet und anschließend - nach
Begehbarkeit der Fläche - mit einer Flex (Winkelschneider) nachgeschnitten, abgesaugt und dauerelastisch abgedichtet. |
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Dehnungsfugen |
Die Feldgröße einer zu beschichtenden Fläche ist auf 5-6 m Kantenlänge zu beschränken. Grundsätzlich sollte das Längen/Breitenverhältnis von max. 2:1 nicht überschritten werden.
Bei stark verwinkelten Räumen oder ineinander übergehenden Flächen sollten stets rechteckige Flächen gebildet werden, an denen die Fugen anzulegen sind.
Vorsprünge oder Erker
sollten grundsätzlich vom übrigen Raum getrennt beschichtet werden.
In der Regel sind hier bereits Dehnungsfugen im Untergrund vorhanden. |
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Untergründe |
| Eine erfolgreiche Neubeschichtung setzt das Wissen über den zu sanierenden Untergrund und die
zukünftigen Nutzungsanforderungen voraus. Werden einige Regeln beachtet, ist eine Sanierung einfach und sicher. Beispielsweise gilt
grundsätzlich, daß die Untergründe in einem tragfähigen, trockenen, sauberen und rissfreien Zustand sein
müssen. |
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Alter Beton oder Zementestrich |
Bei diesen Untergründen sind verschiedene Besonderheiten zu beachten. Folgende Erscheinungsbilder
können auftreten und müssen - wie nachstehend beschrieben - beseitigt werden.
Abmehlen und Absanden: An der Oberfläche befindet sich Körnung, die leicht aus dem Verbund lösbar ist. Diese losen
Partikel müssen restlos entfernt werden. Z.B. durch Fegen oder durch eine Behandlung mit einer geeigneten Grundierung
(z.B. quick-mix Tiefengrund)
Rißbildungen: Es wird zwischen konstruktiv bedingten Rissen und Schwindrissen unterschieden. Vor einer Überarbeitung
muß in jedem Fall überprüft werden, ob die Rißbildung bereits abgeklungen ist. Nach einer einfachen und leicht zu
handhabenden Methode: Füllen Sie den Riß mit Gips (sogenannte Gipsplomben) und beobachten Sie ca. 14 Tage lang. Ist die
Gipsplombe unbeschädigt, handelt es sich hier um Risse, die bedenkenlos überspachtelt werden können. Ist die Gipsplombe
dagegen beschädigt, liegen hier konstruktiv bedingte Risse vor. Werden diese Risse überarbeitet, so werden diese nach geraumer
Zeit auch in der Ausgleichsmasse sichtbar sein. Der Riß muß dann als Bewegungs- oder Dehnungsfuge angelegt und dauerelastisch
abgedichtet werden. Im Einzelfall helfen Ihnen die Fachleute in Ihrem Baumarkt weiter.
Mangelnde Festigkeit: Die Oberfläche wird mittels Meißel oder Stahlnagel kräftig angeritzt. Eventuell absandende
oder abmehlende Partikel müssen nach obengenanntem Verfahren restlos beseitigt werden.
Hohlstellen: Die komplett zu beschichtende Fläche wird z.B. durch leichtes Abklopfen mit einem Hammerstil untersucht.
Vorhandene Hohlstellen müssen vor einer Neubeschichtung unbedingt entfernt werden.
Durchfeuchtungen: Feuchte Stellen sind vor einer Neubeschichtung generell durch konstruktive Maßnahmen zu beheben, d.h. die
Ursache der Durchfeuchtung feststellen und abdichten. Erst nach vollständiger Austrocknung ist das Überarbeiten erfolgreich.
Trennschichten wie Farben, Öle, Fette, alte Teppichbeläge usw:
Trennschichten sind grundsätzlich zu beseitigen. In der Regel erfolgt das mechanisch - durch spachteln oder abschleifen. Denn:
verbleiben diese Stoffe auf dem Untergrund, können Verbundstörungen zwischen dem Untergrund und der Neubeschichtung folgen.
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Anhydritestrich |
| Bei Anhydrit-Untergründen gilt prinzipiell das gleiche wie bei Beton- oder Estrich-Untergründen. Sowohl
für die zu beachtenden Erscheinungsbilder als auch deren Beseitigung. Mit einem Unterschied: Ein durchfeuchteter Anhydrit-Untergrund
muß grundsätzlich austrocknen, die Restfeuchtigkeit und die Oberflächenfestigkeit müssen bestimmt werden und erst dann
darf überarbeitet werden. |
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Holzuntergrund |
| Durchfeuchtungen: Feuchte Untergründe müssen ausgebaut und erneuert werden. Schwingungen: Vor allem bei
alten Dielen treten Schwingungen auf. Vor einer Neubeschichtung müssen die Dielen deshalb fest mit der Unterkonstruktion verschraubt
werden. Der Befestigungsabstand der Schrauben muß unter 60 cm betragen. Offene Fugen zwischen den Dielen: Bei breiten Fugen
(bis 10 mm) ist vor einer Neubeschichtung eine Ausspachtelung notwendig. Eingesetzt werden hierfür entweder quick-mix Silikone,
quick-mix Acryle, quick-mix Beton- und Reparaturspachtel oder wasserfestes Klebeband. |
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Fliesen- und Plattenuntergrund |
| Fugenrisse und Fliesen mit Rißbildung: Grundsätzlich muß geprüft werden, ob es sich um
Schwindrisse oder konstruktiv bedingte Risse handelt. Hohlstellen: Die Fläche wird komplett mit einem Hammerstiel abgeklopft. Lockere
Fliesen sind grundsätzlich zu entfernen. Die so entstandenen Vertiefungen werden vor der Verwendung von Ausgleichs- und Nivelliermassen
z.B. mit quick-mix Beton- und Reparaturspachtel verfüllt. |
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| (mit freundlicher Unterstützung der quick-mix-Gruppe) |
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