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Estrichrisse vor dem Fliesenlegen schließen |
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Der Heimwerker traut sich natürlich auch an die Herstellung eines Fließestrichs. Schließlich bietet
ihm die Industrie die entsprechenden Produkte und Verarbeitungshinweise. Dennoch passiert es immer wieder, daß sich im Estrich Risse
bilden. Übrigens auch bei Estrichen, die von Profis verlegt wurden. Die Gründe, die zu Spannungen im Estrich mit
anschließender Rissbildung führen, hängen meistens mit der zu schnellen Trocknung zusammen, können aber auch durch
thermische oder mechanische Vorgänge verursacht werden. |
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Eines ist klar: Die Risse können nicht einfach mit Fliesen- oder Natursteinkleber zugekleistert werden. Sie
müssen fachgerecht und "kraftschlüssig" verschlossen werden, damit nicht eines nahen Tages auch der Oberbelag Risse zeigt.
Bewährt hat sich dafür Gießharz, wie er u.a. vom Markenhersteller UZIN hergestellt wird (2-K-Gießharz Uzin-KR 416).
Das Gießharz kann auch bei Estrichen über Warmwasser-Fußbodenheizungen verarbeitet werden. Beim Anmischen und Ausgießen
des zweikomponentigen Acrylatharzes sind Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen, die der Hersteller auf der Packung vermerkt hat.
Und so gehen Sie vor:
Öffnen Sie den Riss der Länge nach mit der Trennscheibe in 1/2 bis 2/3 der Estrichdicke.
Schneiden Sie mit dem Winkelschleifer Schlitze in den Estrich - und zwar quer zur Rissrichtung. Sie können mit der Trennscheibe bis in
maximal 2/3 der Estrichdicke vordringen. Die Schlitze sollten im Abstand von 20 bis 30 cm geschnitten werden in einer Länge von
ca. 10 cm. Saugen Sie alle Rückstände gründlich ab. |
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Mischen Sie die Gießmasse nur in der Menge an, die für ein vollständiges Abbinden benötigt wird.
Je nach Menge der sog. Härterzugabe können Sie eine kürzere oder längere "Topfzeit" herbeiführen - zwischen
10 und 20 Minuten bis zur endgültigen Aushärtung.
Gießen Sie nun die Rissfugen in voller Tiefe und Höhe aus. |
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Drücken Sie dann Uzin-Estrichklammern in die Schlitze mit dem noch flüssigen Harz, wodurch die Risse
"vernäht" werden. Streifen Sie aus den Rissen austretendes Gießharz ab. |
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In die noch frische Gießharzmasse streuen Sie Uzin-Perlsand 0.8. Nach dem Aushärten saugen Sie den losen
Sand ab. Nun ist über den Rissen ein gut haftender Untergrund für die Verlegung des Oberbelags erreicht. |
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| Guter Tipp: Wenn Sie Winkelschienen, Abschlußprofile und ähnliches dauerhaft mit dem Estrich verbinden
wollen, so können Sie dafür dasselbe Gießharz verwenden. |
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