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| Kein Staub, kein Hämmern, kein Schutt: Wer nicht erst alte Fliesen oder Platten entfernen will, bevor die neuen
seine Wände zieren, kann auch Fliese auf Fliese kleben. Die alte Fläche muß nur entsprechend als Untergrund vorbereitet
werden. |
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Aber Achtung:
Dieses Verfahren ist nicht ratsam, wenn sich durch die räumlichen Gegebenheiten unschöne Anschlußstellen ergeben. Dies gilt
zum Beispiel im Badezimmer an eingefliesten Duschen oder Badewannen. Schwierigkeiten macht möglicherweise auch der Anschluß zum
Fußboden des nächsten Zimmers. Hier kann sich eine "Stolperfalle" ergeben. |
Werkzeug, Materialien und Vorgehensweise unterscheiden sich nicht enorm vom Verfliesen auf ungefliestem Untergrund. Sie brauchen Fett- und
Schmutzlöser, den für das Kleben von Fliesen auf Fliesen geeigneten Voranstrich und Fliesenkleber sowie elastischen Mörtel
für die Bewegungsfugen (also die Fugen zwischen den "Bauteilen", die Dehnungen, Setzungen und dergleichen ermöglichen, ohne
daß schädliche Spannungen auftreten).
Als Werkzeug legen Sie sich einen 8-mm-Kammspachtel, eine Lammfellrolle, ein Holzstück zum Fugenreinigen, einen Handbesen, einen Eimer,
ein Fugengummi und einen Schwamm bereit.
Als erstes prüfen Sie jetzt, wo bei Ihrem Altbelag eventuell noch Ausbesserungen vonnöten sind. Klopfen Sie die Fliesen ab, um ihren
festen Sitz zu garantieren. Lockere Fliesen können Sie entweder wieder ankleben oder ablösen und die so entstandene Lücke
ausspachteln.
Wenn alles mit Ihren alten Fliesen in Ordnung ist, müssen Sie jetzt an eine gründliche Reinigung gehen. Fett- und Schmutzlöser
in Wasser aufgelöst sind als Reinigungsmittel ausreichend.
Wenn die Fliesen wieder trocken sind, können Sie mit der Lammfellrolle mit dem Voranstrich, der für das Kleben von Fliesen auf
liesen nötig ist, beginnen. Danach sollten Sie etwa zwei Stunden warten, bis der Untergrund trocken ist.
Jetzt können Sie den Fliesenkleber auftragen. Er muß danach mit dem Spachtel abgekämmt werden. Danach können die Fliesen
verlegt werden (je nach Format mit einer Fugenbreite von 2 bis 8 mm).
Achtung: An allen Einbauteilen müssen unbedingt Bewegungsfugen von mindestens 5 mm freigelassen werden.
Nachdem die Fliesen verlegt sind, müssen die offenen Fugen mit einem Holzstück oder einem anderen entsprechenden Behelfsmittel bis
auf Plattenstärke ausgekratzt werden. Im Anschluß müssen die Fugen mit einem Handbesen ausgekehrt und die Fliesen mit klarem
Wasser gesäubert werden. Nun müssen Sie warten, bis der Fliesenkleber trocken ist. Das dauert etwas länger als normalerweise,
da die Wand ja gefliest ist und die Feuchtigkeit nur durch die Fugen der Neuverfliesung abgeben werden kann. Mit etwa 4 Tagen Trocknungszeit
ist zu rechnen.
Verfugen Sie die Fliesen wie Sie es auch beim normalen Fliesenverlegen machen würden. Nach dem Trocknen reinigen Sie die Fliesen mit
einem Schwamm. Die Bewegungsfugen müssen mit elastischer Fugenmasse gefüllt werden. |
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