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Bodenfliesen kleben und verfugen


Beim Verlegen von Bodenfliesen ist es wichtig, daß der Untergrund wirklich eben ist, da das Verlegen von Fliesen im Dünnbettverfahren keinen Spielraum für den Ausgleich von Unebenheiten läßt. Gegebenenfalls müssen die Untergründe entsprechend vorbereitet werden. Wichtig bei Neubauten oder frisch nivellierten Untergründen: Estriche müssen vor dem Fliesen mindestens vier, besser sechs Wochen durchtrocknen.
Beginnen Sie mit der Einteilung der Bodenfläche in mehrere zu bearbeitende Abschnitte. Das geht am besten, indem Sie bei einem rechtwinkligen Raum mittig und parallel zu den Seitenwänden eine Richtschnur spannen. Von dieser Linie ausgehend sollten Sie weitere parallele und rechtwinklig dazu verlaufende Linien auf den Untergrund zeichnen.
Bevor Sie den Fliesenkleber anrühren, sollten Sie noch einmal genau Maß nehmen. Bei großformatigen Platten kann es nicht schaden, die Fliesen aus verschiedenen Paketen zu mischen, da Farb- und Größenabweichungen grundsätzlich auftreten können. Legen Sie die Fliesen erst einmal trocken (also ohne Kleber) aus und arbeiten Sie sich dann Abschnitt für Abschnitt vor. Ganz wichtig: Vergessen Sie beim Auslegen und Messen nicht, die Fugen zu berücksichtigen.
Nun den Fliesenkleber entsprechend den Angaben auf dem Sack anmachen, und zwar immer nur soviel, wie sie in der angegebenen Verarbeitungszeit auch benötigen. Ziehen Sie den Kleber mit einem Zahnspachtel auf den Untergrund auf und kämmen Sie ihn gut durch. Die Zahnung richtet sich nach der Art der gewählten Fliese. Bei Bodenfliesen ist eine Zahnung von 6 bis 8 Millimetern in der Regel sinnvoll.
Fliese um Fliese wird nun in das Mörtelbett eingeschoben, angedrückt ...
... und mit einem Gummihammer vorsichtig festgeklopft. Wichtig: Dabei nicht übertreiben. Die Fliese darf nie "knirsch" auf dem Untergrund aufliegen.
Gleichmäßige Fugenabstände erzielen Sie am leichtesten, wenn Sie zwischen den Platten die sogenannten Fliesenecken oder Fugenkreuze einlegen. Die kleinen Kunststoffkreuze sind dünner als die Fliesen und werden beim Verfugen mit überarbeitet.
Überprüfen Sie immer wieder mit der Wasserwaage die Maßhaltigkeit. Nur in den ersten 30 Minuten nach der Verlegung sind noch Korrekturen möglich.
Bevor der verlegte Bodenbelag ausgefugt werden kann, muß der Bodenbelag mindestens zwei, besser drei Tage ruhen. Machen Sie dann den Fugenmörtel entsprechend den Verarbeitungshinweisen auf der Verpackung an, gießen Sie ihn über den Fleisen aus und verteilen Sie ihn mit einem Gummischieber. Arbeiten Sie dabei grundsätzlich diagonal zum Fugenverlauf und achten Sie darauf, daß sie den Mörtel gut in die Fugen einbringen.
Anschließend streuen Sie die Fugen mit trockenem Fugenmörtel ab. Der Mörtel kann so besser trocknen. Dadurch erscheint die Farbe des Fugenmörtels ganz gleichmäßig.
Nach ein paar Minuten können Sie schon damit beginnen, das ausgestreute Material mit einem Gummischieber zusammenzuschieben. Ganz nebenbei werden die Fliesen schon einmal grob gereinigt.
Dann müssen Sie die Fliesen mit einem angefeuchteten Schwammbrett nachwischen. Damit können Sie auch letzte Mörtelreste gut in die Fugen eindrücken.
(mit freundlicher Unterstützung der quick-mix-Gruppe)