Dass Wand- und Bodenfliesen grundsätzlich langweilig sein müssen, ist glücklicherweise ein Irrtum. Vor allem, wenn man das Fliesendesign von Golem betrachtet, einem in Berlin ansässigen Unternehmen. In der firmeneigenen Ausstellung in den Hackeschen Höfen findet sich das komplette Sortiment: Repliken von Jugendstil- und Art Déco-Fliesen werden durch passende Bordüren und einfarbige Fliesen ergänzt, die für die Neugestaltung von Küchen, Fluren und Bädern bestens geeignet sind. Außerdem bietet Golem eine Auswahl der verschiedensten Künstlerfliesen an, die in der Wohnung für echte Highlights sorgen.
Die Künstlerfliesen haben die Maße 15 x 15 x 0,8 cm und kosten pro Stück zwischen 20 und 120 Euro, teilweise sind die Kunstwerke nur in streng limitierten Auflagen erhältlich. Wie beispielsweise das Meisterwerk „Blick ins Fenster“ von Tomas Grzimek (oben links), von dem es nur 250 Stück gibt. Romantische Liebespaare (Mitte) sind die Sache von Christa Cremer, die seit 2007 Dekorfliesen entwirft. Und wer im Bad schon immer mal eine Webcam installieren wollte, der kann sich diesen Wunsch jetzt mit der gleichnamigen Fliese (oben rechts) von Marion Sander, einer freiberuflichen Künstlerin aus dem Landkreis Oder-Spree, erfüllen.
Die Jugendstilfliesen von Golem werden genau so hergestellt, wie schon in den Manufakturen um 1900: Nur am einheitlichen Format und dem auf der Rückseite angebrachten Firmenlogo kann man die Fliesen von den Originalen unterscheiden. Um dieses authentische Erscheinungsbild zu realisieren, sind aufwendige Produktionsprozesse notwendig: Die Flächen werden mittels eines Malhörnchens mit Farbglasuren gefüllt, die aufgrund des Stegreliefs nicht ineinander laufen können. Doch egal, ob man sich für Jugendstil oder zeitgenössische Kunst entscheidet – mit Fliesen von Golem trifft man immer die richtige Wahl.
Fotos:
www.golem-baukeramik.de