| Die schöne Stadt Dresden - auch Elbflorenz genannt - hat viel zu bieten: den Zwinger, den eindrucksvollen
Wiederaufbau der Frauenkirche oder die prächtige Semperoper. Als wahres Paradies für Fliesenliebhaber aber entpuppt sich
"Pfunds Molkerei" - der schönste Milchladen der Welt. |
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Daß sein Geschäft im Jahre 1998 ins Guinnessbuch der Rekorde eingehen würde, hätte Paul Gustav Leander Pfund, der Sohn
eines Spritfabrikanten, sich auch nicht träumen lassen, als er 1879 mit Frau Mathilde, sechs Kühen und ebenso vielen Schweinen nach
Dresden kam und die Milchversorgung verbessern wollte.
Was aber ist so besonders an diesem Milchladen, außer daß dieser in Zeiten von Supermarktketten ein echtes Relikt aus alter Zeit
ist? Die Antwort: Fliesen, Fliesen, Fliesen - soweit das Auge reicht: Auf 247,90 Quadratmetern ist der Verkaufsraum mit handbemalten Fliesen
geschmückt. Rankende Blätter, spielende Kinder, geflügelte Putten und flatternde Schmetterlinge - immer wieder gibt es etwas
Neues zu entdecken. Und dazwischen geschickt eingeflochten: Abbildungen der verschiedenen Produkte der Molkerei. |
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| Ein reich verzierter Kühlschrank sowie eine ausladende keramische Theke beherbergen Milchprodukte und Käse-Köstlichkeiten und
ein milchspendender Brunnen macht das Schlaraffenland perfekt - für Fliesen- und Milchliebhaber gleichermaßen. Wo sonst kann man
schon Butter kaufen, Milch trinken und sich an von VILLEROY & BOCH nach antiken Vorbildern entworfenen Fliesengemälden ergötzen?
Wann, wie und wo Sie in diesen Augen- und Gaumenschmaus kommen können, erfahren Sie
unter www.pfunds.de. |
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| Ein buntes Fliesenbilderbuch: Heute noch so schön wie damals |
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Daß die von VILLEROY & BOCH um 1890 entworfenen und handbemalten Fliesengemälde heute noch immer in
leuchtenden Farben erstrahlen, verdanken sie einer umfassenden Renovierung und Restaurierung, die rund hundert Jahre später erfolgte:
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Mit unendlicher Sorgfalt wurden die Spuren zweier Weltkriege, der Enteignung und Verstaatlichung des Betriebes und unsensibel
ausgeführter Umbauten Anfang der 90er Jahre getilgt. Kleinste Kachelsplitter wurden gekittet und exakt zusammengestellte Farbmischungen
aufgetragen. Risse, Dübel- und Nägellöcher sowie falsch eingesetzte und übermalte Fliesen wurden repariert und
restauriert. Den Fußboden und nicht mehr zu rettende Fliesen ersetzte die Firma Villeroy und Boch. Und so wurde ein Gesamtkunstwerk aus
Fliesen wiederbelebt, das das Herz eines jeden Fliesenfreundes höher schlagen läßt. |
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| Fotos mit freundlicher Genehmigung von W. Lieberknecht |
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